Inhalte des Arbeitskreises
Der Arbeitskreis Neuroimmunologie befasst sich mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen Nerven- und Immunsystem sowie den zugrunde liegenden molekularen und zellulären Mechanismen von neurologischen Erkrankungen wie z.B. Multipler Sklerose und anderer Autoimmunencephalitiden (entzündliche Autoimmunerkrankungen des Gehirns), Parkinson-Erkrankungen und weiterer neurodegenerativer Krankheiten, aber auch Schlaganfall und neoplastischer Erkrankungen.
Ein besonderer Forschungsschwerpunkt liegt auf immunologischen Fehlregulationen, entzündlichen Prozessen im zentralen und peripheren Nervensystem, in der neuromuskulären Verbindung und im Muskel. Die Studiengruppe untersucht die Entstehung von Autoimmunreaktionen sowie mögliche systemische Einflussfaktoren. Dazu zählt etwa das Darmmikrobiom als bedeutender immunologischer Regulationsraum. Auch Umweltfaktoren wie Umweltgifte und chronischer psychischer Stress werden als Einflüsse diskutiert und erforscht.
Ziele
Ziel des Arbeitskreises ist es, den (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen an der Schnittstelle der Neurowissenschaften und der Immunologie eine Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und interdisziplinäre Kooperation zu bieten. Darüber hinaus fördert der Arbeitskreis die Weiterentwicklung der neuroimmunologischen Forschung und trägt dazu bei, wissenschaftlich fundierte Informationen zu diesem Thema auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Bedeutung der Neuroimmunologie
Forschung auf dem Gebiet der Neuroimmunologie ermöglicht ein besseres Verständnis der Ursachen von Erkrankungen, bei denen die Interaktion des Nerven- und Immunsystems wesentlich ist. Das dadurch stetig wachsende Wissen über neuroinflammatorische Mechanismen und systemische Einflussfaktoren bildet wiederum die Basis für verbesserte diagnostische Verfahren, prognostische Einordnung sowie innovative therapeutische Strategien.
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