Frauen: Übersicht

Die DGfI-Kommission „Stand der Frauen“ wurde im Frühjahr 2004 gegründet. Ihre Aufgabe ist die Erstellung und Entwicklung von Programmen, welche die Gleichbehandlung aller professionellen Immunologen auf der Basis ihrer Leistungen sicherstellen.

Ziele und Aktivitäten
Die Zielsetzung der DGfI, immunologische Forschung in Deutschland auf international konkurrenzfähigem Niveau zu halten und weiter zu stärken, erfordert die volle Integration von Wissenschaftlerinnen. Derzeit ist die Umsetzung des Gleichheitspostulats erst bedingt gewährleistet, denn Immunologinnen in leitender Position stellen in Deutschland eher die Ausnahme dar. Die Chance, eine Wissenschaftskarriere im Fach Immunologie zu verfolgen, soll auf Leistungskriterien beruhen und in Zukunft Männern wie Frauen gleichermaßen offen stehen. Dazu bedarf es gezielter Fördermaßnahmen. Der Auftrag der DGfI-Kommission zum „Stand der Frauen“ ist die Entwicklung und Unterstützung von Programmen, die zur Integration und Anerkennung von Immunologinnen in der Wissenschaftsgemeinschaft beitragen und ihren Zugang zu Leitungspositionen fördern.

Die folgenden Aktivitäten sollen diesem Ziel dienen:

  • Zur verstärkten Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen in der Immunologie wird eine Liste mit den Namen und Forschungsschwerpunkten von Immunologinnen in der DGfI erstellt, die als Sprecherinnen und Vorsitzende („Chairpersons“) bei Tagungen bzw. Seminaren, als Gutachterinnen, als Mitglieder von „Editorial Boards“, für die Besetzung von Professuren und anderen Führungspositionen sowie für sonstige wissenschaftliche Aktivitäten zur Verfügung stehen. Das Kriterium zur Aufnahme von Immunologinnen in diese Liste ist, dass sie selbstständige Forschung betreiben und aktiv publizieren. Die Liste soll kontinuierlich aktualisiert werden.
  • Die Nennung von qualifizierten Kandidatinnen für Preise der DGfI.
  • Die Nennung von qualifizierten Kandidatinnen für die Wahlen der Mitglieder des Fachkollegiums „Immunologie“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
  • Die Dokumentation des Stands der Frauen in der deutschen Immunologie. Erfasst werden sollen der Anteil der Frauen, die in der Immunologie promovieren und habilitieren, der Anteil der Professorinnen sowie die Repräsentanz von deutschen Immunologinnen in „Editorial Boards“ von Fachzeitschriften, in Gutachtergremien und als Sprecherinnen und Vorsitzende bei Tagungen. Dadurch sollen geschlechtsspezifische Benachteiligungen transblank gemacht und Maßnahmen zu ihrer Ausräumung ermöglicht werden.
  • Die Entwicklung eines Mentoring-Programms zur Betreuung und Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Immunologie.
  • Die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zur Chancengleichheit für Frauen in der Wissenschaft, vorzugsweise im Rahmen der Jahrestagungen der DGfI.
  • Die Vernetzung mit Immunologinnen anderer europäischer Fachgesellschaften.